| Annotation |
Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlich wurde, zählt Minette Walters zu den beliebtesten englischen Krimiautoren. Ihre meist preisgekrönten Kriminalromane sind raffiniert komponierte Psychogramme, die wie ein riesiges Puzzle zusammengesetzt sind. Auch das neueste Buch "Der Außenseiter" unterscheidet sich nicht im Stil: Da werden Briefe, Zeitungsberichte und Protokolle als Stilmittel eingesetzt, welche den erzählenden Handlungsstrang unterbrechen und ergänzen. Der Außenseiter Howard Stamp hat es in seinem Leben noch nie leicht gehabt. Seine psychische Labilität ist allen bekannt. Einzig seine Großmutter Grace gibt ihm Halt. Da ereignet sich das Unfassbare. Howards Großmutter wird in ihrem Haus in Bournemouth bestialisch ermordet. Der erste Verdacht fällt auf Howard. Er wird verhaftet, angeklagt und zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis nimmt sich Howard Stamp das Leben. Dies ist nur die Vorgeschichte, denn nach dreißig Jahren stößt der Anthropologe Jonathan Hughes auf die Prozessakte des Falles Howard Stamp und findet, dass viele Ungereimtheiten während des Prozesses nicht geklärt wurden und dass Howard nicht unbedingt der Mörder seiner Großmutter sein musste. Die Meinung des Anthropologen wird auch von der resoluten George Gardener geteilt, die mit dem Fall bestens vertraut ist. So bliebt unbeachtet, dass zum Beispiel wenige Tage vor dem Mord ein junges Mädchen spurlos verschwunden ist, mit dem Howard und seine Großmutter befreundet waren. Ist sie der Schüssel zur Lösung des Falles? Die beiden beginnen den Kriminalfall neu aufzurollen. Noch ahnen sie nicht, welch infamer Intrige sie auf der Spur sind. Minette Walters neuester Roman wird wieder seine Leser begeistern, und das nicht nur die eingefleischten Fans! Peter Lauda |