Der menschliche Makel : Roman

Roth, Philip, 2002
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Medienart Buch
ISBN 978-3-446-20058-6
Verfasser Roth, Philip Wikipedia
Systematik WL - Weltliteratur
Interessenskreis Weltliteratur
Verlag Hanser
Ort München
Jahr 2002
Umfang 398 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Philip Roth
Annotation Selbstinszenierungen Kaum ein Roman hat in den letzen Jahren - mehr oder weniger weltweit - eine vergleichbare Zustimmung gefunden. Und kaum ein Autor wird seit zumindest zehn Jahren vergleichbar "hoch gehandelt" wie Philip Roth. Seine mehr als zwanzig Romane stehen auch hierzulande in den einschlägigen Listen des Verkaufs, aber auch des Feuilletons und der Literaturkritik ganz oben. Selbst Reich-Ranicki, mittlerweile literarischer TV-Solist, spricht von diesem jüdisch-amerikanischen Autor nur mehr in höchsten Tönen. Fast im Jahrestakt hat sich Roth in den letzten Jahren mit unfangreichen Texten wie "Sabbaths Theater", "Amerikanisches Idyll" oder "Mein Mann, der Kommunist" in die "erste Liga der Weltliteratur" geschrieben. Als Chronist der US-amerikanischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts sind in seinem Werk jüdische Identität und sexuelle Obsessionen die Schnittflächen zwischen individuellen Schicksalen und gesellschaftlichen Bedingtheiten. "Der menschliche Makel" greift auf die Geschichte des weißhäutigen Schwarzen Anatole Broyard zurück, die bereits von William Gaddis in "Die Fälschung der Welt" literarisch verarbeitet wurde. Über den Inhalt des Romans, der in den letzten Monaten breit beschreiben wurde, muss an dieser Stelle weiter nichts mehr gesagt werden, über das zentrale Motiv der Geschichte allerdings schon. Als "menschliche Makel" erscheinen die aus Radikal-Individualisierung, Political Correctness und gesellschaftlich normierten Idealtypisierungen herrührenden Selbstinszenierungen. Herkunft als vom Individuum nicht selbst verfügbares Konstitutivum wird dabei zur säkularen Spielart von Erbsünde. Hans Putzer 2/2002 *Sz*