Hübsch!

Canizales, 2020
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 0
Reservierungen 0Reservieren
Medienart Buch
ISBN 978-3-7026-5947-9
Verfasser Canizales Wikipedia
Beteiligte Personen Rühmann, Karl Wikipedia
Systematik JD.K - Bilderbücher für die Kleinsten
Verlag Jungbrunnen
Ort Wien
Jahr 2020
Umfang [15] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Canizales. Aus dem Span. von Karl Rühmann
Illustrationsang durchg. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Andrea Kromoser;
Bling! Am Bildschirm der Hexe ploppt eine Nachricht auf: Ich möchte dich treffen, Hexe. Wie wäre es mit einem Picknick im Sumpf? Ein Date mit dem Oger! Hexe ist aufgeregt und voll Vorfreude. Als sie nach schwieriger Kleiderwahl schließlich das Hexenhaus verlässt, fühlt sie sich so richtig hübsch. Oger wartet bereits, auf der karierten Picknickdecke ist schon angerichtet. Doch als die Hexe fröhlich winkend Hallo Oger! Alles klar? ruft, schaut dieser verdutzt. Wie? Ich hab keine Ahnung, wer du bist. Ich erwarte die Hexe zum Picknick. Sie kommt jeden Moment. Also verschwinde! Was ist passiert? Ein Blick auf die winkende Figur im Bild macht klar: das ist nicht mehr jene hübsche Hexe, die bester Dinge ihr Haus verlassen hatte. Der Künstler Canizales hat die hexenhaften Charakterzüge seiner Figur verschwinden lassen. Und ohne den krummen Rücken, die Kartoffelnase, das spitze Kinn und die drahtigen Haare bleibt nur eine langweilige Frauenfigur im schwarzen Kleid übrig. Kein Wunder, dass der Oger sein Picknick zusammenpackt! Was für ein Reinfall! Wie das passieren konnte? Die Hexe hat die Styling-Ratschläge einige Tiere befolgt. Wie gut, dass es für sie nur einen Schwenk mit dem Zauberstab braucht, um die fremdbestimmten Veränderungen wieder rückgängig zu machen! Gar nicht gut endet das übrigens für jene, die dachten, hier unaufgefordert und unreflektiert ihr stumpfsinniges Schönheitsideal etablieren zu können. Canizales greift zu drastisch-schaurigen Mitteln sowie einer schrägen Pointe und setzt dabei deutlich auf individuelle Schönheit und selbstbewusstes Ich-Sein.
Mutige Lesende im Kindergartenalter werden Freude mit dem Bilderbuch haben, das auch für ältere Kinder, vielleicht sogar für Jugendliche, besonderen Wert hat. Denn Hübsch! verspricht sowohl Diskussionspotential als auch ein schönes Bild-Text-Zusammenspiel aus einer Hand!

----
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Josef Mitschan;
Eine Hexe erkennt, dass ihr die Schönheitsideale anderer nichts bringen. (ab 5) (JD)
Die Hexe will hübsch sein, wenn sie zu ihrer Verabredung mit Oger in den Sumpf geht. Am Weg trifft sie Tiere, die ihr dazu raten, mit dem Zauberstab ein wenig nachzuhelfen, um schöner zu werden. Sie lässt sich darauf ein und verliert so ihren Buckel, ihre Kartoffelnase, das spitze Kinn und die drahtigen Haare. Leider erkennt Oger sie deshalb am Treffpunkt nicht mehr und wird ungemütlich. Da hatten also die gut gemeinten Ratschläge nicht die gewünschte Wirkung. Die Hexe rächt sich, brutal wie sie ist, an ihren Ratgebern und punktet bei Oger nicht nur mit ihrer wieder erlangten archetypischen Figur und Visage, sondern auch mit ihren Kochkünsten. Am Ende steht ein gruseliges Gourmet-Menü, das schockiert und fasziniert.
Das aus dem Spanischen übersetzte Bilderbuch mit expressionistischen Illustrationen, die sich auf das Wesentliche konzentrieren und dabei gerade richtig viel karikieren, bringt eine Hexenfigur in die Kinderzimmer zurück, die schon selten geworden ist: eine, die wirklich böse ist und der man besser nicht in die Quere kommt. Die Geschichte lässt sich auch als Plädoyer dafür lesen, auf die je eigenen Qualitäten zu vertrauen und sich nicht von Schönheitsidealen tyrannisieren zu lassen. Die Pointe geht auf Kosten recht sympathischer Tiere und macht das Buch sicher ungenießbar für Veganer, aber hartgesottene 5-Jährige und auch Ältere werden ihren gruseligen Spaß daran haben.

----
Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martina Koler;
Hexe hat eine Verabredung. Digital wird sie von Oger zu einem Picknick im Sumpf eingeladen. Was soll sie anziehen? Ist sie schön genug? Endlich ist Hexe bereit und macht sich auf den Weg. Voller Freude erzählt sie allen Tieren, denen sie begegnet von ihrem Date. Doch Eichhörnchen, Hase, Fuchs und Maus finden sie überhaupt nicht hübsch. Dringend raten sie ihr, doch ihren Zauberstab zu benutzen und sich mit seiner Hilfe zu verwandeln. Das Ergebnis gefällt Oger überhaupt nicht. Er war doch mit Hexe verabredet und diese kennt er mit gekrümmtem Rücken, Kartoffelnase und eben all den anderen besonderen Eigenheiten. So will er nichts von dem komischen Wesen wissen. Zum Glück kann der Zauberstab die Hexe wieder in eine richtige Hexe zurückverwandeln. Einem gemeinsamen Picknick steht nun nichts mehr im Wege und die besonderen von der Hexe zubereiteten Köstlichkeiten, überraschen nicht nur Oger. Der in Spanien lebende kolumbianische Bilderbuchkünstler Canizales widmet sich in diesem Bilderbuch den Schönheitsidealen und vermittelt bereits Kindern die Botschaft, dass schön letztlich nur die ist, die sich selbst gefällt. Äußerst aussagekräftige, in wenigen Farben gehaltene Bilder überzeugen durch ihren Witz und ihre Einfachheit. Der knappe, dialogreiche Text unterstreicht deren Aussage und bietet Stoff für ausgiebige Diskussionen rund um dieses wichtige Thema.

----
Quelle: Unsere Kinder (http://www.unserekinder.at/);
Autor: Lydia Schadlofsky;
Der spanische Autor und Illustrator entführt uns ins Reich der Fabelwesen, in dem es schaurig schön zugeht. Die Hexe wird vom Oger, einem missgestalteten Wesen, zum Essen ausgeführt oder besser gesagt, die beiden haben sich zum Picknick verabredet. Aufgeregt macht sich die Hexe auf den Weg und trifft unterwegs vier Tiere, die ihr allesamt mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite stehen. So wäre sie etwa erst mit seidigem Haar richtig hübsch, ohne krummen Rücken, ohne Kartoffelnase und ohne spitzes Kinn. Ein-, zwei-, dreimal den Zauberstab geschwungen und schon ist das Problem gelöst. Doch nun erkennt sich die Hexe selbst nicht mehr und der Oger sie erst recht nicht! Da Rache bekanntlich süß ist, wird wieder eifrig gezaubert. Die Hexe in Ursprungsgestalt kredenzt dem Oger ein tierisches Gourmet-Menü.
Künstlerisch arbeitet Canizales mit prägnanten Farben und klaren Konturen. Auch wenn die Tiefenwirkung der Bilder fehlt, lassen sich die Emotionen der Charaktere leicht entschlüsseln. Den Kindern gefällt die Platzierung der Geschichte im Reich der Fantasie und nach ihren Aussagen empfinden sie das Schicksal der Tiere als fair. Den BetrachterInnen erschließen sich mehrere Botschaften. Allen voran: Bleib´ dir selbst treu und höre nicht auf die Unkenrufe der anderen!