- Einfache Suche
- Erweiterte Suche
- Neu eingetroffen
- Stöbern
- Meine Ausleihen
- Meine Reservierungen
- Meine Listen
Suche in allen Kategorien
| Kriterium | Richtung | |
|---|---|---|
| 1 Sortierung | Relevanz | Absteigend |
| 2 Sortierung | ||
| 3 Sortierung | ||
| 4 Sortierung |
JL.HI
Zus
Die Bücherdiebin
Zusak, Markus, 2008| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-570-13274-6 |
| Verfasser | Zusak, Markus
|
| Beteiligte Personen | Ernst, Alexandra
|
| Systematik | JL.HI - Historisches |
| Verlag | cbj |
| Ort | München |
| Jahr | 2008 |
| Umfang | 587 S. |
| Altersbeschränkung | keine |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Markus Zusak. Aus dem Engl. von Alexandra Ernst |
| Annotation | Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Heike Byn; Rezension: Darf man über das schrecklichste Kapitel deutscher Geschichte Witze machen? Der Tod darf das. Wer, wenn nicht er? "Ich frage mich wirklich, ob nicht irgendwann irgendwo beim Hitlergruß jemand einmal ein Auge verloren oder sich die Hand oder den Arm gebrochen hat. Man musste doch bloß zur falschen Zeit in die falsche Richtung schauen oder zu nah vor jemandem stehen." Der Tod ist aber auch ein Poet, der zärtliche Worte für die Menschen findet, deren Seelen er "auf das Förderband zur Ewigkeit" legt. Er ist es auch, der uns fasziniert die Geschichte von Liesel Meminger erzählt. Das kleine Mädchen stiehlt Bücher, um sich und andere mit ihnen zu trösten, während die Welt um sie herum untergeht. Am Grab ihres Bruders klaut sie das erste Buch. Es ist dem Totengräber aus der Tasche gefallen. Später wird sie ihr Pflegevater mit dem Handbuch "Wie man ein guter Totengräber wird" das Lesen lehren und in ihr die Liebe zum geschriebenen Wort wecken. Er tröstet sie auch, wenn sie des Nachts vom toten Bruder und der vermissten Mutter träumt. Liesel klaut alle Bücher, die sie nur kriegen kann, und teilt ihr Leseerlebnis mit anderen, die ebenfalls nach geistigen Fluchten lechzen: mit ihrem Freund Rudi, den Nachbarn im Luftschutzkeller und dem Juden Max, den ihre Zieheltern verstecken. Damit ist "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak, einem Australier mit deutsch-österreichischen Wurzeln, dann auch weit mehr als eine weitere bewegende Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg: Eine Hommage an Bücher und an die Macht der Sprache, die Seelen retten kann. Und ein Buch, das nicht nur Jugendliche beeindrucken wird, sondern auch Erwachsene - weil sich in ihm das Schwere mit dem Leichten verbindet, ohne je bemüht oder banal zu wirken. Denn auch in seinem neuen Werk zeigt die Sprache des für sein Buch "Der Joker" mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis gekürten Autors wieder ihren Facetten-Reichtum. Neben Poesie und Ironie ist es hier vor allem der lakonisch-distanzierte Ton des Erzählers. Nur manchmal muss man über seinen Redefluss hinweglesen, um die ausdrucksstarke und bildhafte Sprache genießen zu können. ---- Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Cornelia Gstöttinger; Von einer dunklen Zeit im Europa des 20. Jahrhunderts und einer besonderen, mitunter kriminellen Bücherliebe. (ab 13) (JE) Es ist eine dunkle Zeit, die nach Asche schmeckt, eine Zeit, in der die Zahl der Toten ins Unermessliche steigt. Und es ist niemand Geringerer als der Tod selbst, der diese Geschichte, die im Nazideutschland verortet ist, erzählt. Eine Geschichte, die vom Schrecken der Weltkriege, vom langsam heraufdämmernden Gräuel der Judenverfolgung handelt. Vor allem aber ist es die Geschichte der Bücherdiebin Liesel Meminger. Als Neunjährige muss sie auf der Fahrt zu ihren Pflegeeltern mit ansehen, wie ihr kleiner Bruder stirbt. Bei seiner Beerdigung stiehlt sie ihr erstes Buch, das ihr, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht lesen kann, den Weg in die tröstende Welt der Buchstaben weist. Und der Tod? Er hat sich von Liesel ablenken lassen und hat still beobachtet. Dreimal wird er der Bücherdiebin begegnen und erzählt uns anhand ihrer Aufzeichnungen aus ihrem Leben. Er tut dies geschwätzig und ausschweifend, dann wieder lakonisch-distanziert, er nimmt Ereignisse vorweg, konfrontiert uns mit traurigen Wahrheiten und der dunklen Seite der Menschheit. Aber da blitzen auch immer wieder Trost, Mut und Zivilcourage auf: Da ist beispielsweise Liesels ruhiger, gutherziger Pflegevater Hans Hubermann, der des Nächtens da ist, wenn sie aus Albträumen hochschreckt, und ihr das Lesen beibringt. Da ist der jüdische Faustkämpfer Max, der Unterschlupf bei den Hubermanns findet, im Kellerversteck ausharrt und Liesel mit Worten beschenkt. Und dann sind da die Bücher, die eine ungemeine Anziehungskraft auf Liesel ausüben, ihr in dieser von Verlust und Tod geprägten Zeit zum Rettungsanker werden und schließlich "nicht mehr nur irgendetwas bedeuteten, sondern alles" (S. 36). Ein etwas anderer Roman über Nazideutschland und den Holocaust, in dem für Markus Zusak typischen Erzählton verfasst, der mit vielen ungewöhnlichen Sprachbildern, Ironie und zarter Poesie zu faszinieren vermag. Empfehlenswert für LeserInnen ab 13. |